Der THEBU Therapeutenbeurteilung (neu: Fragebogen Therapeutische Beziehung TBZI als revidierte Fassung, Schulte, 2002)

Ein maßgeblicher Punkt für die Motivation der Patient*innen und den Erfolg einer Therapie ist eine gelungene Interaktion zwischen Patient*in und Therapeut*in als unspezifischer Wirkfaktor.

Der THEBU (in der Neuauflage TBZI-) Fragebogen ermöglicht den Patient*innen nach einer therapeutischen Sitzung die subjektive Sicht zur therapeutischen Beziehung darzustellen.

Im Rahmen einer Selbstbeurteilung werden im THEBU 6 Dimensionen mit je 3 Items abefragt. 18 Items auf einer siebenstufigen Skala von 1 „überhaupt nicht“ bis 7 „ja ganz genau“ beurteilt. 

Die Itemwerte werden zu den nachfolgenden 6 Subskalen aufsummiert:

  1. Verständnis (z.B. "Ich habe mich in meinen Problemen von meinem Therapeuten verstanden gefühlt."
  2. Inkompetenz (als Umkehrskala von Kompetenz des Therapeuten, daher umgepolt, z.B. "Manchmal bin ich unsicher, ob mein Therapeut wirklich in der Lage ist, mir zu helfen.")
  3. Unabhängigkeit (z.B. "Ich fühle mich frei, selbst den Gang der Therapie zu bestimmen.")
  4. Konsens hinsichtlich Prozess und Therapieziele (z.B. "Der Therapeut und ich arbeiten an gemeinsamen Zielen.")
  5. Mitgestaltung (z.B. "Ich konnte heute vieles ansprechen, was mir wichtig war.")
  6. Vertrauen (z.B. "Mein Therapeut meint es ehrlich.")

Zum weiteren Verständnis der Rolle der therapeutischen Beziehung in der Verhaltenstherapie siehe Lammers-VT (dpgg.de) oder siehe Ther|OS - Therapie-Organisations-Software GmbH (theros-online.de) für weitere Informationen zum TBZI-Fragebogen.

 

In der folgenden Grafik können Sie die Mittelwerte über N = 75  bei  T(1) / T(2) / T(3) im direkten Vergleich sehen. 

Dieser Fragebogen wird nicht bereits bei T(0) vergeben, da er den zurückliegenden Therapiezeitraum bewertet.

 

 

Hier nun noch die statistischen Signifikanzen in der Paarvergleichs-Testung: 

 

Und zuletzt noch die deskriptive Statistik: